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Honig

Honig ist ein kostbares Naturprodukt. Schon seit ewigen Zeiten schätzen Menschen das flüssige Gold für seine Eigenschaften. Bei Ägyptern, Griechen, Germanen und Mayas diente Honig nicht nur als Heilmittel. Biene und Honig waren für sie eine Göttergabe. In rituellen Handlungen und Zeremonien tranken Menschen den goldenen Saft, um seine magische Kraft zu verinnerlichen. In Spanien existieren 10.000 Jahre alte Höhlenbilder, die von der heiligen Geschichte des Honigs bildlich erzählen. Im alten Rom verteilte man als Siegerpreise für Festspiele Honigkuchen. Bis ins sechste Jahrhundert tauften Christen Menschen mit Milch und Honig.

Honig als wertvolles Lebensmittel 

Natürlich war Honig auch in früheren Zeiten ein wertvolles Lebensmittel. Wikinger hatten auf ihren Schiffsreisen immer einen Vorrat an Honig mit dabei. Gehaltvoll an Nährstoffen eignete er sich gleichzeitig als Konservierungsmittel für Fisch und Früchte. Eingelegte Quitten bezeichnete das nordische Volk als Honigäpfel. Die Griechen buken aus Mehl und Honig ihre berühmte Kraftspeise Kykeon. Die Ägypter waren schon früh für Honigbier, Honigwein und Honigbrot bekannt. Die Germanen kochten aus Wasser und Honig einen Sud, den wir heute noch als Met kennen.

Zucker verdrängt Honig im Mittelalter 

Lange Zeit gehörte Honig zur üblichen Ernährung in Europa. Er war das einzige Süßmittel für Lebensmittel. Honigwaben, Honig in Milch und Honig mit Käse waren beliebte Speisen. Honigsammler ernteten das kostbare Naturprodukt von Waldbienen. Sie organisierten sich in einer eigenen Berufszunft. Auch die Züchtung von Honigbienen gibt es seit tausenden von Jahren. Die Hieroglyphen der Ägypter enthalten Darstellungen von Imkern. Im Mittelalter besaß Honig den gleichen hohen Wert wie Salz. In einigen Ländern entrichtete man sogar seine Steuern in Form von Honig.

Im späten Mittelalter brachten venezianische Händler Zucker aus arabischen Ländern und Indien nach Europa. Er verdrängte Honig als kostbares Gut aus dem Bewusstsein der Menschen. Mitte des 18. Jahrhundert setzte die industrielle Produktion von Zucker aus Zuckerrüben ein. Die edle Süße des Honigs verlor an Besonderheit. Die intensive und günstigere Süßkraft von Zuckerrüben ersetzte das kostbare Naturprodukt. 

Die Gewinnung von Honig

Eigentlich dient Honig dem Bienenvolk als Nahrung und Wintervorrat. Er enthält wertvolle Nährstoffe für die Insekten. Die Beschaffenheit des Pflanzensaftes entscheidet bei dem Nachwuchs über ihre zukünftigen Aufgaben im Stock. Je nach Zusammensetzung entwickeln sie sich zu Arbeiterinnen oder Bienenköniginnen. Trachtbienen sind für das Sammeln des Nektars zuständig. Mit ihrem Rüssel saugen sie den Blütennektar auf. Enzyme ihres Speichels  verdünnen den Pflanzensaft. Damit beginnt die erste Umwandlung des Zuckersaftes in Honig. Einen geringen Anteil des Nektars verspeist die Biene selbst. Den Großteil liefern sie in ihrem Bau bei den sogenannten Stockbienen ab.

Die Bienen reichern den Nektar mit Enzymen an

Dort wandert die Flüssigkeit von Biene zu Biene. Dabei reichern die Insekten die Flüssigkeit mit weiteren Enzymen an. Die Stockbienen pumpen den Honig aus ihren Rüsseln immer wieder rein und raus. So verdunstet das Wasser im Honig schneller. Auch die Wärme im Bienenstock sorgt für das Verfliegen der Feuchtigkeit. Sie lagern den Pflanzensaft in Waben ein, wo er durch weitere Wasserverdunstung zu Honig heranreift. Wenn die Deckel brüchig sind, kann der Imker den Honig ernten. 

Räucherwerk vertreibt die Bienen

Er vertreibt die Bienen durch Räuchern aus ihrem Stock. Vorsichtig zieht er die eingehängten Holzrahmen heraus und öffnet die Wabendeckel mit einer speziellen Gabel. Mithilfe einer Zentrifuge schleudert er den Honig aus den Waben. Die Mittelwände bleiben dabei erhalten. Sie werden später wieder in den Bienenkasten eingesetzt. Nach dem Schleudern filtert der Imker den Honig, um Pflanzenteilchen und Wabenstücke zu entfernen. Je nach Sorte rührt er den Honig noch cremig. Einige Imker überlassen den Bienen genug Honig im Stock. So können sie sich im Winter davon ernähren. 

Entfernen der Waben aus dem Bienenstock mit Hilfe eines Räucherwerks

Regionaler Honig ist kaltgeschleudert

Honig vom regionalen Imker ist immer kaltgeschleudert. Handelsübliche Hersteller erhitzen Honig bei hohen Temperaturen. So bleibt er dünnflüssig und kristallisiert nicht. Regionale Imker entnehmen Waben frisch aus dem Bienenstock. Sie sind noch warm und der Honig löst sich beim Schleudern ohne Zugabe von Hitze. Er behält seine wertvollen Nährstoffe und ist naturbelassen. Das Naturprodukt darf nicht zu viel Wasser enthalten, da es sonst vergärt. Die deutsche Honigverordnung erlaubt maximal 20 % Wassergehalt im Honig. Je geringer der Wasseranteil desto hochwertiger ist der Honig. 

Saison und Trachtfolge 

Blühflächen zu denen Bienen immer wieder zurückkehren nennt man Tracht. Die Jahreszeiten bestimmen die Blütezeiten und die Trachtfolge bei der Gewinnung von Honig. Die Obstblüte beginnt mit Kirsche, Apfel, und Birnbaum im Frühjahr. Honig der sogenannten Frühtracht besitzt eine sehr helle Farbe und einen milden Geschmack. Sein Gehalt an Traubenzucker ist sehr hoch. Auch der Raps blüht Anfang Mai. Im Vergleich mit der Obstblüte ist er eine sehr ergiebige Nektarquelle für die Bienen. Wenn erblüht, füllen die Bienen schnell ihre Waben mit dem kostbaren Pflanzensaft. 

Rapshonig besitzt einen noch höheren Anteil an Traubenzucker und eine noch hellere Farbe als Honig aus der Obstblüte. Bei deutschem Akazienhonig handelt es sich genau genommen um Honig von Robinien. Sie wächst anders als die Akazie in unseren Breitengraden und blüht Anfang Juni. Auch die Sommertracht beginnt ungefähr um diese Jahreszeit. Blumen auf Wiesen und Feldern bieten den Bienen Pollen und Nektar. Sie verwandeln die Pflanzenstoffe in ihrem Stock zu Mischblütenhonig aus der Sommertracht.

Honigsorten

Das Naturprodukt gibt es in zahlreichen Sorten. Sie unterschieden sich in Farbe, Geschmack und Konsistenz.

Bekannte und beliebte Honigsorten:

  • Akazienhonig besitzt ein mildes Aroma mit blumigen Nuancen
  • Edelkastanienhonig riecht intensiv, herb und schmeckt würzig
  • Lindenhonig schmeckt intensiv und hat ein minziges Aroma
  • Rapshonig ist mild und riecht leicht nach Kohl
  • Sonnenblumenhonig schmeckt kräftig mit säuerlicher Note
  • Heidehonig verfügt über ein herb-aromatisches Aroma
  • Kirschblütenhonig schmeckt dezent lieblich
  • Kornblumenhonig schmeckt aromatisch mit einer bittersüßen Nuance
  • Lavendelhonig besitzt ein aromatisch süßes und fruchtiges Aroma
  • Manuka-Honig vergügt über vollmundige und ätherische Aromen
  • Thymianhonig schmeckt intensiv und kräftig aromatisch

Hier erhältst du mehr Informationen über die Entstehung und Eigenschaften von Honigsorten.

Honigsorten können stark in Farbe und Konsistenz variieren
Honigsorten können stark in Geschmack, Aroma, Farbe und Konsistenz variieren

Wie kann Honig Bio sein?

Ein Bio-Siegel bezieht sich normalerweise auf die Haltung und Ernährung der Tiere. Bei Bienen sieht die Sache etwas anders aus. Die Insekten haben einen Flugradius von 2,5 km. Man kann ihre Nektarquellen durch entsrprechende Standortsuche steuern, aber nicht kontrollieren. Ein Bio-Siegel bei Honig bezieht sich in erster Linie auf die Haltung der Insekten. Dennoch geben die europäischen Richtlinien einen Richtwert zur Standortbestimmung bei Bio-Honig vor. In einem Radius von drei Kilometern dürfen sich nur überwiegend kontrolliert biologisch angebaute Flächen befinden. Zu Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen ist eine Distanz von mind. 10 km vorgeschrieben.

Strenge Vorschriften bei Bienenhaltung von Bio-Honig

Die Bienenhaltung unterliegt hingegen strengen Auflagen. Konventionelle Imker kappen oft die Flügel der Bienenkönigin, damit sie nicht ausschwärmt und das Volk verlässt. Nach den Bio-Richtlinien behält die Bienenkönigin ihre Flügel. Das Material der Bienenkästen muss aus biologisch behandeltem Holz bestehen. Hier sind nur Farben auf Naturölbasis erlaubt. So bleibt der Bienenkasten wie der natürliche Bienenstock luftdurchlässig. Bei Krankheiten wie der Varroa Milbe behandelt der Imker die Insekten mit natürlichen Medikamenten. Dabei kommen organische Säuren wie Ameisensäure oder Milchsäure in Frage. Chemische Behandlungen sind nicht erlaubt, da sie Rückstände im Honig bilden können. 

Für die Natur ist Bio-Honig besser

Im Winter überlässt der Imker dem Bienenvolk einen Teil ihres Honigs. Bei der Zufütterung darf die Zuckerlösung nur Bio-Zucker enthalten. Bei den verschiedenen Bio-Siegeln gibt es allerdings Unterschiede in den Auflagen. Demeter-Imkereien haben beispielsweise noch strengere Vorgaben. Sie dürfen selbst im Winter die Bienen nicht mit Zuckerwasser füttern. Aus gesundheitlichen Gesichtspunkten besteht zwischen Bio und konventionellem Honig an sich kein Unterschied. Bio-Imker unterstützen allerdings eine artgerechte und naturgemäße Bienenhaltung. Mit Blick auf die Natur fördern sie biologische Wirtschaftsweisen in Landwirtschaft und Imkerei-Betrieben.

Woraus besteht Honig?

Aus chemischer Sicht besteht Honig aus einer gesättigten Lösung verschiedener Zuckerverbindungen in Wasser. Ungefähr 80 Prozent davon sind Kohlenhydrate, während der Wasseranteil zwischen 16 bis 19 Prozent liegt. Hauptsächlich besteht Honig aus Trauben- und Fruchtzucker. Beide Zuckerarten sind Einfachzucker und können vom menschlichen Organismus sehr schnell aufgespalten werden. Honig verfügt allerdings auch über die sogenannten Mehrfachzucker. Darunter befinden sich z.B. Saccharose oder Maltose. 

Eine Honigsorte kann bis zu 24 unterschiedliche Arten von Mehrfachzucker enthalten. Sie gelangen erst nach und nach in den Blutkreislauf. Das macht Honig zu einem langanhaltenden Energielieferanten für den Menschen. Honig verfügt über wichtige Mineralien, die aus den pflanzlichen Stoffen stammen. Honig aus gesammelten Honigtau besitzt in der Regel mehr mineralische Inhaltsstoffe als Blütenhonig aus Nektar. Alle Honigsorten besitzen viel Kalium, aber auch Natrium, Calcium, Magnesium und Chlor. In geringerer Dosierung enthält das Naturprodukt auch Vitamine. Hierbei helfen einige B-Vitamine des Naturproduktes dem Menschen bei der Energieaufnahme. 

Gibt es veganen Honig?

Honig ist ein tierisches Produkt. Bienen stellen ihn eigentlich für sich selbst als Wintervorrat her. Veganer lehnen Honig in der Regel für ihre eigene Ernährung ab. Erwähnenswert bleibt, dass es sich bei Honigbienen um Züchtungen handelt. Wildbienen sind frei in der Natur lebende Bienen. Der Deutsche Imkerbund schreibt strenge Regeln zur Haltung von Bienen und Gewinnung von Honig vor. So stammt Honig von Deutschen Imkern aus verantwortungsvoller Bienenhaltung. Ohne Imker würde es  Honigbienen auf Dauer nicht mehr geben. Aber auch sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung von Pflanzen und Agrarflächen. Jeder muss also selbst entscheiden, inwiefern die Gewinnung von Honig seiner Lebensphilosophie entspricht. Es gibt vegane Honig-Alternativen, die Honig im Geschmack ähneln. Sie gleichen Sirup und Hersteller kochen sie aus Blüten, Pflanzenstoffen und Zucker.

Wissenswertes rund um Honig

Gesundheitliche Aspekte von Honig

Honig ist ein langanhaltender Energielieferant für den menschlichen Körper. Er verfügt über gesundheitsfördernde Stoffe. Bei Erkältung, Wundbehandlung und unruhigem Schlaf kann er heilende und wohltuende Wirkung entfalten. Hier erfährst du mehr über die gesundheitlichen Aspekte und Risiken von Honig.

Haltbarkeit von Honig

Honig kann eigentlich nicht verderben, Die Bienen haben ihn mit den besten Inhaltsstoffen versetzt, um ihn lange haltbar zu machen. Unsachgemäße Handhabung führt zu Gärungsprozessen im Naturprodukt. Hier gibt es mehr Informationen zur Haltbarkeit von Honig.

Lagerung von Honig

Von Natur aus ist Honig ein sehr haltbares Naturprodukt. Die richtige Lagerung erhöht seine Haltbarkeit. Aroma- und Inhaltsstoffe bleiben so bestmöglich erhalten. Hier gibt es Tipps zur optimalen Lagerung von Honig.

Kristallisation bei Honig

Die Kristallbildung bei Honig ist ein natürlicher Prozess. Der Vorgang ist völlig unbedenklich und beeinträchtigt die Inhaltsstoffe nicht. Hier erfährst du alles über die Kristallisation von Honig und welcher Honig länger flüssig bleibt. 

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