• Ausgewählte Lebensmittel regionaler Produzenten
  • 1-3 Tage Lieferzeit*
  • Gratis-Versand ab 69€*
  • Zertifizierter Bio-Händler
Ratgeber

Gin Sorten

Gin Sorten

Gin ist nicht gleich Gin. Du hast sicher schon beim Kaufen eines neuen Gins bemerkt, dass es scheinbar eine ganze Menge vers. Gin Sorten bzw. Gin Stile gibt. Dabei ist es nicht immer einfach, zwischen den Eigenschaften der unterschiedlichen Sorten und Geschmacksstilen zu unterscheiden.

Wir versuchen dir daher eine grundlegende Übersicht zu geben, damit du bei der Auswahl deines nächsten Gins, die für dich passende Sorte findest.

Welche Gin Sorten gibt es?
In der EU gibt eigentlich nur drei echte Gin Sorten, welche lebensmittelrechtlich geschützt sind. Dort wird aber weniger auf den Geschmack (von der notwendigen Wacholdernote abgesehen) geachtet sondern eher die Qualität und der Herstellungsprozess definiert.

Abseits dieser festgelegten Kategorien gibt es jedoch noch eine ganze Menge weiterer Gin Sorten, welche sich teilweise stark im Geschmack und der Herstellung unterscheiden.

Offizielle Gin Sorten

Laut der europäischen Spirituosenverordnung (EU) 2019/787 gibt es lebensmittelrechtlich nur drei Kategorien, welche sich als Gin bezeichnen dürfen: Dry Gin, London (Dry) Gin und Destillierter Gin. Der häufig genannte Sloe Gin kommt zwar ebenfalls in der Verordnung vor, wird dort aber unter den Likören geführt. Ganz korrekt handelt es sich dabei um einen Schlehenlikör.

Für alle “offiziellen” Gin Sorten gilt ein Mindestalkoholgehalt von 37,5% sowie die Nutzung von landwirtschaftlich erzeugtem Grundalkohol (sogenannter Agraralkohol). Dieser kann bspw. aus Getreide oder Kartoffeln hergestellt werden. Außerdem müssen alle Gins über ein deutliches Wacholderaroma verfügen.

Dry Gin

Der Dry Gin ist weltweit die beliebteste und wohl auch bekannteste Gin Sorte und verfügt über eine starke Wacholdernote.

Der Dry Gin muss nur wenige Auflagen erfüllen und ermöglicht es den Gin Produzenten daher, freier mit unterschiedlichen Rezepturen zu experimentieren. So dürfen dem Dry Gin auch nicht-pflanzliche Stoffe und Aromen hinzugefügt werden. Und zwar zu jedem Zeitpunkt der Produktion.

Wie schon das “Dry” (trocken) im Namen verrät, darf der Dry Gin nicht gesüßt werden und die Zugabe von Zucker ist in jeder Form verboten.

Typische Botanicals für einen Dry Gin sind unter anderem Zitrusfrüchte wie Zitronen- oder Orangenschalen.

In unserem Online-Shop kannst du vers. Sorten Dry Gin kaufen.

Schnelle Fakten zu Dry Gin

  • Beliebteste Gin-Sorte der Welt
  • Deutliche Wacholder-Note
  • Zusatz von Zucker und Zuckerzusätzen verboten
  • Zugabe von nicht-pflanzlichen Aromen erlaubt

London Dry Gin

Der London (Dry) Gin gilt als Klassiker und den Gins und ist neben dem Dry Gin ebenfalls eine weltweit sehr beliebtest Sorte. Er ist jedoch wesentlich stärker reglementiert als dieser.

So ist beispielsweise der Zusatz von künstliche bzw. nicht-pflanzlichen Aromen strengstens verboten. Außerdem müssen alle Botanicals am Anfang des Destillationsprozesses hinzugefügt werden. Eine Zugabe von Aromen ist im Nachgang nicht mehr erlaubt.

Der Zusatz von Zucker ist jedoch erlaubt, darf aber pro Liter nicht mehr als 0,1 Gramm betragen. Wenn keinerlei süßende Erzeugnisse zugefügt werden, darf der London Gin den Zusatz “Dry” tragen.

Sein Name ist übrigens historisch bedingt und hat nichts mit seinem Herstellungsort zu tun. Solange man sich an seine Regeln hält, darf er überall auf der Welt hergestellt werden.

Geschmacklich zeichnet den London Gin ein tockener, geradliniger Geschmack aus. Er wird häufig mit Aromen von Kardamom, Koriander oder Ingwer verfeinert.

In unserem Online-Shop kannst du vers. Sorten London Dry Gin kaufen.

Schnelle Fakten zu London (Dry) Gin

  • Deutliches Wacholder-Aroma
  • Zusatz von künstliche bzw. nicht-pflanzlichen Aromen verboten
  • Verbot von Farbstoffen
  • Darf nicht mit mehr als 0,1 g süßenden Erzeugnissen je Liter gesüßt werden

Distilled Gin (Destillierter Gin)

Der Name Distilled Gin, also destillierter Gin ist etwas missverständlich, suggeriert er doch, dass andere Gin Sorten nicht destilliert werden. Allerdings wird so gut wie jeder Gin destilliert. Die Besonderheit des Distilled Gin ist die mehrfache Destillation (mindestens 2-fach).

Nach der zweiten Destillation dürfen dem Gin allerdings keine Aromen mehr hinzugefügt werden.

Durch den etwas aufwendigeren Herstellungsprozess gilt der Distilled Gin als höherwertiger.

Schnelle Fakten zu Distilled Gin

  • Muss min 2-mal destilliert werden
  • Starke Wacholder-Note

Sloe Gin

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Sloe Gin nicht um einen echten Gin sondern einen Likör auf Basis von Schlehen.

Dem zugrundeliegenden Gin werden in Zucker eingelegte Schlehdornbeeren hinzugefügt und dann über mehrere Monate gelagert.

Sloe Gin verfügt mit 30-35% in der Regel über deutlich weniger Alkohol als normaler Gin und unterbietet auch die europäische Spirituosenverordnung, welche min. ein Alkoholgehalt von 37,5% vorschreibt.

Durch sein fruchtig-süßes Aroma und den geringeren Alkoholgehalt, lässt sich Sloe Gin sehr gut pur trinken. Auch für Variationen des beliebten Gin & Tonic oder Cocktails eignet sich der Sloe Gin sehr gut.

In unserem Online-Shop kannst du vers. Sorten Sloe Gin kaufen.

Schnelle Fakten zu Sloe Gin

  • süßer, fruchtiger Likör auf Schlehenbasis
  • kein Gin nach EU Spirituosenverordnung
  • nur 30-35% Alkoholgehalt
  • leicht rot/lila Farbton

Weitere Gin Sorten

Neben den “offiziell” von der EU zugelassenen Gin Sorten, haben sich viele weitere Bezeichnungen auf dem Markt durchgesetzt. Diese Gin Sorten sind zwar nicht geschützt oder an eine bestimmte Norm gebunden, trotzdem orientieren sich die meisten Produzenten an den gleichen Herstellungsverfahren und geschmacklichen Besonderheiten.

Die Auswahl unterschiedlicher Gin Sorten sorgt für eine  große Vielfalt an Cocktails und Londrinks
Die Auswahl unterschiedlicher Gin Sorten sorgt für eine große Vielfalt an Cocktails und Londrinks

New Western Dry Gin

Der New Western Dry Gin ist die moderne Interpretation des klassischen Gins. Er orientiert sich zwar an dessen Herstellungsprozess, verfügt aber nicht über dessen Restriktionen hinsichtlich der Zugabe von Aromen oder Zusatzstoffen.

Auch die dominante und beim klassischen Gin zwingend vorgeschriebene Wacholdernote, tritt hier sehr häufig in den Hintergrund und überlässt anderen Aromen und Botanicals die Bühne.

Diese Freiheit ermöglicht den Produzenten viel Freiraum für Experimente und neue Geschmacksrichtungen. So wird bspw. Gin mit Olivenöl oder Wein versetzt.

New Western Dry Gin kann daher sehr gut pur getrunken werden. Aber auch Cocktails können von der geschmacklichen Vielfalt sehr profitieren.

In unserem Online-Shop kannst du vers. Sorten New Western Dry Gin kaufen.

Schnelle Fakten zu New Western Dry Gin

  • Keine Vorgaben bei der Zugabe von Botanicals oder anderen Aromen
  • Große geschmackliche Vielfalt
  • geringes Wacholder-Aroma
  • Sehr gut zum Pur trinken geeignet

Old Tom Gin

Der Ursprung des Old Tom Gins liegt in den dunklen Anfängen der Gin Herstellung. Die schlechte Qualität des Alkohols sowie die bitteren Aromen, machten frühere Gins fast ungenießbar.

Um den Gin wieder genießbar zu machen, behalf man sich mit dem Zusatz von Zucker.

Als Basisspirituose ist er in der Barszene bis heute sehr beliebt und wird gerne für die Zubereitung klassischer Cocktails wie bspw. dem Tom Collins verwendet.

Schnelle Fakten zu Old Tom Gin

  • süßer als normaler Gin aufgrund eines höhere Zuckeranteils
  • Der Zusatz von künstlichen Aromen ist nicht erlaubt
  • eignet sich sehr gut für die Zubereitung klassischer Cocktails

Navy Strength Gin

Nimmt man es genau, ist der Navy Strength Gin keine eigenständige Gin Sorte. Der Name weißt auf einen erhöhten Alkoholgehalt hin, welcher in der Regel bei 57% liegt.

Entstanden ist der Navy Strength Gin, wie der Name vielleicht schon verrät, bei der britischen Royal Navy. Dort wurde Gin nicht nur für den Genuss sondern auch als Medizin mitgeführt.

Um sicherzustellen, dass der Gin keine Gefahr für das ebenfalls mitgeführte Schießpulver wird, musste dieser einen Alkoholgehalt von 57% aufweisen. Mit einem solch hohen Alkoholgehalt, ließ sich auch in Gin getränktes Schießpulver noch entzünden. Daher auch der Name “Gunpowder Proof Gin”.

Das Aroma des Navy Strength Gin ist deutlich intensiver und kräftiger als bei klassischen Gins und eignet sich somit sehr gut für Gin betonte Cocktails.

In unserem Online-Shop kannst du vers. Sorten Navy Strength Gin kaufen.

Schnelle Fakten zu Navy Strength Gin

  • mindestens 57% Alkoholgehalt
  • starkes, intensives Aroma

Reserve Gin / Barrel Aged Gin

Bei Reserve bzw. Barrel Aged Gin handelt es sich um klassischen Dry Gin oder London Dry Gin, welcher nach seiner Herstellung in Holzfässern gelagert wird. Häufig in Brandy- oder Whiskyfässern.

Die Aromen der Fässer gehen während der Lagerung auf den Gin über und sorgen so für ein komplexes und tiefes Aroma.

Auch die Farbe des Gins verändert sich durch die Fasslagerung Richtung gold-gelb bis braun. Daher rührt auch sein Spitzname „Yellow Gin“.

Durch die Lagerzeit von einigen Monaten bis mehreren Jahren, ist Reserve Gin in der Regel deutlich teurer als normale Gins.

In unserem Online-Shop kannst du vers. Sorten Reserve Gin kaufen.

Schnelle Fakten zu Reserve Gin bzw. Barrel Aged Gin

  • wird in Holzfässern (Brandy oder Whisky) gelagert
  • sehr komplexes Aroma
  • Farbe zwischen gold-gelb und braun
  • teurer als klassische Gins

Bathtub Gin

Der Bathtub Gin (Badewannen Gin) wurde in den USA der 1920er Jahren, zu Zeiten der Prohibition geboren. Früher wurden alle Spirituosen, welche zu Hause unter eher unprofessionellen Bedingungen hergestellt wurden, so genannt.

Dabei wurde der Gin nicht zwingend in der Badewanne hergestellt. Man benötigte damals lediglich den Wasserhahn der Badewanne, da die großen Flaschen der damaligen Zeit nicht unter die üblichen Wasserhähne passte.

Hergestellt wird der Bathtub Gin durch die Zugabe der Botanicals direkt in den Alkohol. Sie werden daher nicht mitdestilliert oder mazeriert, sondern geben ihre Aromen per Infusion an den Alkohol ab. Moderne Bathtub Gins werden heute in großen Kupferkesseln hergestellt.

Wird im Nachgang nicht sauber gefiltert, werden immer weiter Aromen an den Alkohol abgegeben und der Geschmack des Gins verändert sich über die Zeit.

Durch die fehlende Destillation, ist der Gin in der Regel leicht trüb und gelblich verfärbt.

Schnelle Fakten zu Bathtub Gin

  • Botanicals werden direkt in den Alkohol gelegt
  • gelbliche Farbe durch fehlende Destillation

Compound Gin

Der Compund Gin ähnelt in seiner Herstellung und den Eigenschaften sehr dem Bathtub Gin. Auch hier werden die Botanicals direkt in einen neutralen Alkohol eingelegt.

Der Compund Gin lässt sich daher sehr gut selbst herstellen. Man benötigt lediglich guten Agraralkohol und die passenden Botanicals.

Schnelle Fakten zu Compound Gin

  • Botanicals werden direkt in den Alkohol gelegt
  • gelbliche Farbe durch fehlende Destillation

Plymouth Gin

Der Plymouth Gin war bis in das Jahr 2016 mit einer Herkunftsbezeichnung der EU geschützt und durfte nur in der gleichnamigen Hafenstadt im südwestlichen England hergestellt werden. Mittlerweile wird der Plymouth Gin nur noch von der Black Friars Distillery hergestellt, welche gleichzeitig auch die Markenrechte hält.

Schnelle Fakten zu Plymouth Gin

  • Geschützte Herkunftsbezeichnung bis 2016
  • Einziger Hersteller ist die Black Friars Destillerie

Gin Sorten mit geschützter Herkunftsbezeichnung

Auf dem Markt existiert mittlerweile für fast jede Großstadt ein eigener Gin. Diese Namen sind jedoch nicht geschützt und der Herstellungsort ist für den Namen eigentlich irrelevant.

Selbst der London (Dry) Gin ist geografisch nicht geschützt und darf überall auf der Welt produziert werden.

Es gibt jedoch zwei Gin Sorten, deren Herkunftsbezeichnung tatsächlich geschützt ist:

Gin de Mahón

Der Gin de Mahón darf ausschließlich in der gleichnamigen Hauptstadt Menorcas hergestellt werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gins, basiert der Gin de Mahón nicht auf Agraralkohol sondern auf Weinalkohol.

Schnelle Fakten zu Gin de Mahón

  • Darf nur in Mahón, der Hauptstadt Menorcas hergestellt werden
  • Basiert auf Weinalkohol
  • Wird in Eichenfässern gelagert

Vilnius Gin

Der Vilnius Gin (Vilnius Džinas) ist sowohl eine eingetragene Marke als auch eine Gin Sorte. Sein Name verrät bereits den Grund seiner geschützten Herkunft: So darf dieser Gin nur in der Stadt Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, hergestellt werden.

Schnelle Fakten zu Vilnius Gin

  • Darf nur in Vilnius, der Hauptstadt Litauens hergestellt werden
  • Eingetragene Marke

Was ist der Unterschied zwischen Gin und Genever?

Bei Genever handelt es sich nicht um eine Gin Sorte sondern um eine Wacholderspirituose, welche ihren Ursprung im Holland des 16. Jahrhunderts hatte.

Von dort aus fand der Genever im Holländisch-Spanischen Krieg seinen Weg nach England. Die englischen Soldaten, welche auf Seiten der Holländer kämpften, nahmen den Genever mit in Ihre Heimat und kürzten seinen Namen mit “Gin” ab.

Man könnte also vielleicht sagen, dass Gin nur eine Sorte des Genevers ist. Definitiv ist Genever aber der Vorläufer des heutigen Gins.

Die Produktion des Genevers ist zudem deutlich aufwendiger als beim Gin:

  • Im ersten Schritt wird für den Genever ein sogenannter “Malt Wine”, eine Maische aus Weizen, Roggen oder Gerste gebrannt.
  • Getrennt davon werden unterschiedliche Botanicals wie Wacholder, Kümmel, Koriander, Ingwer oder Hopfen mit einem Agraralkohol destilliert.
  • Die Maische wird im Anschluss einer längeren Lagerung dann mit dem Destillat verschnitten.

Der Genever selbst wird auch noch mal in unterschiedliche Sorten aufgeteilt, welche sich durch den Anteil des Malt Wines, dem Zuckergehalt und die Lagerdauer unterscheiden.

Der Genever verfügt in der Regel über etwas weniger Alkohol als Gin und ist im Aroma oft voller.

Schnelle Fakten zu Genever

  • Vorläufer des Gins
  • Basiert statt auf Agraralkohol auf Getreidemalzbrand
  • Keine Vorgaben bei der Zugabe von Botanicals oder anderen Aromen

Keine echte Gin Sorte: Alkoholfreier Gin

Alkoholfreier Gin ist genau genommen kein echter Gin. Auch die Bezeichnung “Gin”, dürfen diese auf Wasserbasis hergestellten Getränke laut EU Verordnung nicht führen. Es wird daher häufig mit ähnlich klingenden Namen wie “Dry Sin” oder “No Gin” bzw. Zusätzen wie “Zero”, “Virgin” oder einfach “alkoholfrei” gearbeitet.

Trotzdem versuchen die Hersteller von alkoholfreiem Gin den Geschmack des Originals möglichst genau zu treffen. In der Regel wird zudem das gleiche Herstellungsverfahren genutzt.

Schnelle Fakten zu Alkoholfreiem Gin

  • Destillat auf Wasserbasis
  • Meist gleicher Herstellungsprozess wie Gin
  • Nicht zum Pur trinken gedacht

Gin Sorten kaufen

Bei uns im Online-Shop kannst du verschiedene Gin Sorten kaufen. Wenn du dich aber erstmal mit den Eigenschaften und Aromen der unterschiedlichen Sorten vertraut machen möchtest. Bietet sich ein Gin Probierset an. Damit kannst du dir schnell einen Überblick über die Aromenvielfalt der einzelnen Gin Sorten machen:

Gin Sorten richtig verkosten

Willst du mehr über die Unterschieder der einzelnen Sorten erfahren? Dann schau doch mal in unserer Gin Tasting Anleitung rein:

Beliebte Produkte aus der Kategorie Gin

Neue Produkte aus der Kategorie Gin