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Saisonkalender

Saisonkalender Gemuese

Simon
Saisonkalender Gemuese

Die Umstellung auf eine saisonale Küche lohnt sich. Neben kürzeren Transportwegen ist Kochen mit dem Saisonkalender Gemüse eine kulinarische Bereicherung: Du lernst vergessene Gemüsesorten wie Steckrübe oder Schwarzwurzel wieder kennen. Daneben wird uns die Wertigkeit von Lebensmitteln wieder bewusst, denn regionales Gemüse ist nicht zu jeder Zeit in unbegrenzter Menge verfügbar. Einen Überblick über alle Jahreszeiten gibt unser Saisonkalender.

Warum Gemüse nach Saison kaufen?

Gurken, Tomaten und Zucchini reifen auf dem Feld

Saisonale Küche bedeutet gleichzeitig Gemüse aus regionalem Anbau. Gurken, Tomaten und Zucchini können auf dem Feld ihren vollen Geschmack entwickeln und reifen nicht wie importierte Ware auf dem Transportweg nach. Lokale Wirtschaftskreisläufe sparen Energie ein und verursachen in der Regel deutlich weniger CO₂-Emissionen.

Der Saisonkalender Gemüse schont den Geldbeutel

Zur passenden Jahreszeit ist Gemüse in großen Mengen verfügbar, und der Preis einzelner Sorten sinkt oft deutlich. Selbst im Winter kannst du saisonal kochen: Neben zahlreichen Kohlsorten und Wintersalaten gibt es Lagergemüse aus regionalem Anbau wie Kartoffeln, Knollensellerie und Möhren.

Nebenbei unterstützt du kleine Erzeuger und sicherst indirekt Arbeitsplätze in der Region.

Saisonkalender nach Monaten

Januar / Februar

Lagergemüse hat Hochzeit: Rote Bete, Schwarzwurzel, Pastinake, Karotten, Kartoffeln, Sellerie (Knollen- und Stangensellerie), Lauch, Steckrübe, Topinambur. Wintergemüse: Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Weißkohl. Aus dem Glas oder eingelegt: Sauerkraut, eingelegte Rote Bete.

März

Erste Frühlingsboten: Bärlauch, Löwenzahn, junge Petersilie, Schnittlauch. Im Lager noch: Kohl, Rote Bete, Karotten, Kartoffeln.

April

Junger Spinat, Radieschen, Spargel (je nach Region ab Mitte April), Schnittsalat, Rhabarber, Mangold, Kresse.

Mai

Spargelzeit voll im Gange. Erste frühe Tomaten und Gurken aus geschütztem Anbau, Kohlrabi, Salatgurke, Rucola, Mairüben, junger Mangold, Erbsen, Bohnen, Rettich.

Juni

Saisonbeginn für Zucchini, Auberginen, Paprika, frische Erbsen, Bohnen, Zuckerschoten, Fenchel, Brokkoli und Blumenkohl. Die Spargelsaison endet traditionell am 24. Juni (Johanni). Dazu Tomaten und Salate aller Art.

Juli / August

Hochsaison: Tomaten, Paprika, Zucchini, Aubergine, Mais, Gurken, Bohnen, Erbsen, Brokkoli, Blumenkohl, Mangold, Wirsing. Außerdem Fenchel, Lauch und Pak Choi.

September

Erntemonat für Kürbis (Hokkaido, Butternut, Muskat), Mais, die letzten Tomaten, Brokkoli, Romanesco, Karotten, Sellerie, Lauch, Kohlrabi und alle Kohlarten. Schwarzwurzel und Steckrübe kommen dazu.

Oktober

Kürbissaison, Wurzelgemüse (Pastinake, Schwarzwurzel, Rote Bete, Karotte), Lauch, Sellerie, alle Kohlsorten, Steckrübe, Topinambur, Mangold.

November / Dezember

Wintergemüse: Grünkohl (oft erst nach dem ersten Frost ideal), Rosenkohl, Wirsing, Weißkohl, Lauch, Sellerie, Pastinake, Schwarzwurzel, Topinambur und Kürbis aus dem Lager.

Wintergemüse: Kohl für die kalte Jahreszeit

Dezember, Januar, Februar

In der kalten Jahreszeit hat der Saisonkalender einiges zu bieten, allen voran eine üppige Auswahl an Kohlsorten. Weiß- und Rosenkohl eignen sich hervorragend für die leichte asiatische Küche. Grünkohl kannst du zu knusprigen Grünkohlchips verarbeiten – weitere Ideen findest du im Beitrag Grünkohl – saisonale Winterküche. Aus Wirsing wird eine aromatische Tarte.

Die Wintersalate Chicorée und Radicchio bringen mit ihren feinen Bitternoten Frische auf den Teller. Zu einem aromatischen Wintersalat passt ein Apfel, der angenehme Säure und Süße beisteuert.

Frühjahrsgemüse: Rhabarber läutet den Frühling ein

März, April, Mai

Im März sieht der Saisonkalender Gemüse noch recht leer aus. Regional gibt es vor allem Lagerware wie Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Sellerie und Kohl. Ab dem dritten Monat des Jahres sprießt außerdem der erste Spinat, und im Wald wächst Bärlauch – Ideen dazu liefern unsere Bärlauch-Rezepte.

Anfang April eröffnet Rhabarber mit seinem säuerlich-herben Geschmack den Frühling. Botanisch ist er ein Gemüse, in der Küche wird er aber wie Obst zubereitet: als Kompott oder frischer Rhabarber-Streusel-Kuchen. Verwendet werden nur die Stangen, die Blätter nicht.

Weißer Spargel mit zerlassener Butter und jungen Kartoffeln

Spargelsaison von April bis Juni

Mitte April freuen wir uns auf die Spargelsaison. Klassisch gibt es ihn mit zerlassener Butter oder Sauce Hollandaise, würziger mit einer Sauce béarnaise.

Kohlrabi, Rettich und Radieschen

Im Mai füllt sich der Saisonkalender langsam. Kohlrabi, Rettich und Radieschen reifen heran und gehören zu den zu Unrecht verkannten Gemüsesorten. Fein gehackt oder gehobelt schmecken Radieschen und Rettich im Salat. Kohlrabi, in Butter gegart und mit Zitronensaft abgeschmeckt, ist eine frische Beilage.

Mangold im Mai

Mangold, ebenfalls ab Mai reif, passt hervorragend in die italienische Küche und harmoniert mit Nudelgerichten. In Gemüsebrühe gedünstet schmeckt er zu Pasta aller Art, besonders mit Pilzen und Parmesan. Plane großzügig: Pro Person rechnest du mit 300 bis 500 g Mangold.

Salat aus Zuckerschoten mit Minze und Sesam in einer Steingutschale

Sommergemüse: Zuckerschoten für die asiatische Küche

Juni, Juli, August

Erbsen und Bohnen reifen im Juni heran und sind frisch mit ganzer Schote zubereitet eine Delikatesse. Zuckerschoten eignen sich für leichte Salate und schmecken herrlich mit Minze, Koriander und Sesam. Auch in asiatischen Gemüsepfannen machen sie sich gut. Bohnenschoten passen in sommerliche Eintöpfe und bilden mit gerösteten Pinienkernen ein ideales Foodpairing.

Fenchel zu Fischgerichten

Auch Fenchel nimmt im Juni seinen Platz im Saisonkalender ein. Er passt in sommerliche Salate, gern mit Zitronensaft im Dressing. Sein Anisaroma begleitet Fisch und helles Fleisch.

Brokkoli, Gurken und Mais

Daneben bereichern im Sommer Gurken, Mais und Brokkoli deinen saisonalen Speiseplan. Brokkoli schmeckt im Ofen geröstet besonders gut, Mais vom Grill. Gurkensalat schmeckt klassisch als Gurkensalat mit Sahne und Dill – oder einmal ganz anders, gewürzt mit Bockshornklee.

Herbstgemüse: Kürbis, Steckrübe und Schwarzwurzel

September, Oktober, November

Die Herbstzeit macht den Gemüse-Saisonkalender bunt. Kürbis kommt auf den Speiseplan und gehört zu den vielseitigsten Gemüsesorten: In Eintöpfen, Aufläufen, als Suppe oder Ofengemüse ist er ein Meister der saisonalen Küche. Curry, Ingwer, Thymian oder Garam Masala passen ausgezeichnet zu seinem erdig-süßen Geschmack. Probier ihn auch im Kichererbsen-Kürbis-Salat mit Cranberries oder als Chutney aus unserer Kategorie Chutney & Co.

Rohe Schwarzwurzeln neben einer Schale Schwarzwurzeln in heller Rahmsauce

Ab September werden Schwarzwurzel und Steckrübe geerntet. Beide sind aus vielen Küchen verschwunden, obwohl sie aromatisch und herzhaft schmecken. Aus Schwarzwurzeln lassen sich hervorragend Suppen und Gemüsebeilagen mit Sahnesauce kochen. Das Wurzelgemüse passt zu Lachs und entwickelt mit Ingwer einen delikaten Geschmack. Die Steckrübe hat eine ähnliche Konsistenz wie Kürbis und eignet sich für Currys, Suppen, Stampf und Rösti.

Saison-Tipps für die Küche

  • Im Frühjahr: Spargel klassisch mit Sauce Hollandaise, junger Spinat im Risotto, Bärlauch-Pesto, Rhabarber-Kompott
  • Im Sommer: Tomatensalat mit Mozzarella, Ratatouille, gegrilltes Gemüse, Zucchini-Suppe, Gazpacho
  • Im Herbst: Kürbissuppe, Kürbis-Risotto, geschmortes Wurzelgemüse, Pilzpfannen
  • Im Winter: Grünkohl mit Pinkel, Rotkohl, Wirsingrouladen, Kartoffel-Lauch-Eintopf, Sauerkraut

Tipps für den Einkauf

  • Wochenmarkt: direkter Kontakt zu Erzeugern, frischeste Ware, Saisonalität automatisch
  • Hofladen: Direktbezug auf dem Land
  • Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi): wöchentliche Gemüsekisten aus der Region
  • Bio-Laden und Naturkostladen: Saison- und Regionalprodukte mit Prüfsiegel
  • Eigener Garten oder Balkon: Schon Hochbeete oder Kübel liefern frisches Gemüse

Weitere Saisonkalender

Hinweis: In diesem Ratgeber geht es um Saison, Geschmack und Verwendung in der Küche. Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen von Lebensmitteln dürfen wir als Shop nach der EU-Health-Claims-Verordnung nicht treffen.

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