• Ausgewählte Lebensmittel regionaler Produzenten
  • 1-3 Tage Lieferzeit*
  • Gratis-Versand ab 69€*
  • Zertifizierter Bio-Händler
Gruß aus der Küche

Sauer macht glücklich

Sauer macht glücklich

Endlich! Der Rhabarber ist reif. Wer das saure Gemüse liebt, kann sich ab Ende April auf den Saisonbeginn freuen. In Kuchen und Marmelade, als Sirup oder Kompott macht Rhabarber nicht nur glücklich, sondern ist auch ordentlich gesund.

Hochsaison von Mai bis Juni

Rhabarber gehört genau wie Sauerampfer zu den Knöterichgewächsen, stammt aber ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Die gesunden Pflanzenstoffe des Gemüses nutzt die Traditionelle Chinesische Medizin bis heute zu Heilzwecken. Seit dem 18. Jahrhundert ist die Rhabarberpflanze auch in Europa beheimatet.

Heute wächst das anspruchslose und pflegeleichte Gemüse fast in jedem Garten. Nach der ersten Pflanzung sollte man sich zwei Jahre gedulden, bevor man zum ersten Mal die Stängel erntet. Dann hat sich die Pflanze ausreichend verwurzelt und übersteht problemlos alle kommenden Winter.

Oxalsäure ist in kleinen Mengen unbedenklich

Frühestens Ende April glätten sich die gewellten Stangen des Rhabarbers und sind reif für die Ernte. Grundsätzlich eignen sich die Blätter nicht zum Verzehr, da sie zu viel Oxalsäure beinhalten. Neben Apfel- und Zitronensäure verleiht sie dem Gemüse seinen typisch sauren Geschmack. Auch Rhabarberstängel, Spinat und Sauerampfer beinhalten die Säure, die in kleinen Mengen unbedenklich ist. Bei Überdosierung ruft sie Vergiftungserscheinungen hervor.

Vorsicht: Schwangere sollten daher nur jungen Rhabarber, der noch wenig Oxalsäure enthält, verzehren. Menschen mit Nieren- oder Gallenerkrankung sollten gänzlich auf Gemüse mit Oxalsäure verzichten.

Wer Rhabarber im eigenen Garten hat, sollte die Stangen herausdrehen und nicht abschneiden. Grüne Stängel besitzen mehr Säure, während rote süßer schmecken und sogar leichte Himbeernoten aufweisen. Rhabarber kann im Mai Blüten bilden, die essbar sind. Allerdings entziehen sie der Pflanze Inhalts- und Aromastoffe. Daher solltest du schon die Knospen genau wie die Stängel herausdrehen, wenn du sie nicht verzehren möchtest. Traditionell endet die Rhabarber-Saison Ende Juni am Johannistag. Die Pflanze muss dann Kräfte für die kalte Jahreszeit sammeln und ihr Oxalgehalt erhöht sich zunehmend.

Gesunde Pflanzenstoffe

Rhabarber besteht zu 90 Prozent aus Wasser und besitzt auf 100 g nur 20 kcal. Da man das saure Gemüse aber meist in Kombination mit Zucker verzehrt, erhöht sich sein Nährwert wieder. Vitamin C, Eisen, Kalium, Ballaststoffe und Phosphor der Pflanze stärken Immunsystem und Knochenaufbau. Die Inhaltsstoffe fördern eine gesunde Verdauung und verbessern die Funktion von Muskeln, Nerven und Zellen. Reich an Antioxidantien bindet das Gemüse freie Radikale im Körper und kann Rheuma, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs vorbeugen.

Rhabarber in der Küche

Mitte Mai ist das Gemüse oft auf Wochenmärkten erhältlich. Frischer Rhabarber besitzt feste, glänzende Stangen und noch feuchte Schnittstellen. Nach Einkauf oder frischer Ernte solltest du das Gemüse schnell zubereiten, da die Stangen schnell austrocknen und faserig werden.

Im Kühlschrank hält sich Rhabarber ein paar Tage, wenn man ihn in einem feuchten Küchentuch einwickelt. Falls du zu viel Rhabarber im eigenen Garten hast, kannst du ihn problemlos einfrieren. Die Stangen einfach vorher in Stückchen schneiden und roh die gewünschte Menge portionieren und möglichst luftdicht ins Eisfach legen.

Schälen und kochen reduziert die Oxalsäure

Vor der Verarbeitung sollte man die Stangen gründlich waschen und an den Enden abschneiden. Schälen und Kochen reduziert die Oxalsäure im Gemüse. Nur ganz jungen Rhabarber kannst du auch ungeschält verarbeiten. Wer die Säure liebt, kann eine Stange rohen Rhabarber am Tag unbedenklich knabbern.

Die Kochzeit des Rhabarbers richtet sich nach seiner Zubereitungsart. Zur Verarbeitung im Kuchen sollten die Stiele 5 min. kochen, damit sie noch eine bissfeste Konsistenz besitzen. Die Kochzeit für Rhabarber-Kompott beträgt 15 min. Für Snacks und Desserts kannst du Rhabarber auch blanchieren. Das Kochwasser von Rhabarber solltest du in jedem Fall entsorgen, da die Oxalsäure darin übergeht. Du kannst auch Konfitüre, Sirup oder Saft aus dem sauren Gemüse herstellen. Rhabarber passt hervorragend zu Vanilleeis und Erdbeeren. Quark und Naturjoghurt mildern seine Säure geschmacklich und binden die Oxalsäure durch ihren hohen Kalziumgehalt.