Zeit für eine kleine Pause. Der Dry January liegt seit ein paar Jahren voll im Trend: Nach den genussreichen Tagen rund um Weihnachten und Silvester verzichten viele Menschen einen Monat lang bewusst auf Alkohol – als ruhiger Auftakt ins neue Jahr. Hier erfährst du, woher die Idee kommt, welche alkoholfreien Alternativen es heute gibt und wie du dir selbst gute Drinks ohne Alkohol mixt.
Woher kommt der Dry January?
Der gute Vorsatz stammt aus Großbritannien. 2013 rief die britische Organisation Alcohol Concern (heute Alcohol Change UK) erstmals offiziell zu einem „trockenen Januar“ auf, um das Bewusstsein für den eigenen Alkoholkonsum zu schärfen. Inzwischen hat sich der Dry January weltweit etabliert – auch in Deutschland machen jedes Jahr viele Menschen mit.
Worum geht es?
Der Dry January ist eine vierwöchige, freiwillige Alkoholpause. Es geht nicht um Verzicht als Selbstzweck, sondern um:
- Bewusster werden: Wann und warum trinke ich eigentlich?
- Routinen hinterfragen: Ist das Feierabend-Glas wirklich Genuss oder Gewohnheit?
- Neue Wege entdecken: Wie genieße ich Geselligkeit auch ohne Alkohol?
- Geld sparen: Der Sparbeitrag kann erstaunlich sein.
Ein paar Fragen begleiten dich gut durch den Monat: Wie leicht oder schwer fallen dir die vier Wochen? Bei welchen Gelegenheiten greifst du sonst gern zum Glas? Und was davon vermisst du wirklich?
Alkoholfreie Alternativen
Die gute Nachricht: Die Welt der alkoholfreien Drinks hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Aus klassischen Säften und Wassern ist eine spannende Auswahl an komplexen Aperitifs, Spirituosen-Alternativen, Seccos und alkoholfreien Weinen geworden. Einen Überblick findest du in unserer Kategorie Alkoholfreie Getränke.
Alkoholfreie Aperitifs und Bitter
Herbe Aperitifs sind die ideale Basis für einen Spritz ohne Alkohol. Der San Limello von Dr. Jaglas verbindet Zitrone mit Ingwer, Thymian und Honig, der Herbe Hibiskus setzt auf Hibiskusblüte und Holunder. Der Aecht Bitter von Jörg Geiger prickelt auf Birnensaftbasis mit Wermutkraut und Stachelbeere. Mit Tonic, Eis und einer Zitrusscheibe entsteht daraus in Sekunden ein Aperitif.
Gin-Alternativen
Wer seinen Gin & Tonic vermisst, greift zu alkoholfreien Destillaten aus Botanicals. Windspiel Alkoholfrei aus der Vulkaneifel bringt Wacholder, Nelke und Zitrus mit, Junipaero von Sasse ist ein Bio-Konzentrat aus Wacholder und weiteren Gin-Botanicals, das du mit Wasser und Tonic aufgießt. Weitere Sorten findest du unter Alkoholfreie Spirituosen. Welche Botanicals einen Gin prägen, erklärt unser Ratgeber zu Gin-Botanicals – das Wissen hilft auch bei der Auswahl der Alternativen.
Secco, Cider und alkoholfreier Wein
Prickelnd und festlich wird es mit einem Secco ohne Alkohol. Die Manufaktur Jörg Geiger von der Schwäbischen Alb komponiert ihren Prisecco aus Fruchtsäften, Kräutern und Gewürzen – der Prisecco Apfelsinfonie etwa aus Apfelsaft von Streuobstwiesen mit Rhabarber und Rotem Senf. Für den Esstisch gibt es inzwischen hochwertige Stillweine ohne Alkohol, zum Beispiel aus der Linie Gradwanderung, und entalkoholisierten Cider aus alten Apfel- und Birnensorten.
Sirup, Saft und Tee
Auch die einfachen Dinge machen den Januar abwechslungsreich: Ein guter Sirup mit Sprudelwasser und Eis ist im Handumdrehen eine Limonade, sortenreiner Apfelsaft wie der von Kohl aus Südtirol schmeckt pur oder als Schorle. Und an kalten Tagen wärmt eine Kanne Tee.
Alkoholfreie Drinks selbst mixen

Ein guter Drink ohne Alkohol lebt von der Balance. Denk an vier Bausteine:
- Säure: frisch gepresster Zitronen- oder Limettensaft, ein Schuss Apfelessig
- Süße: Sirup, Honig oder fruchtiger Saft – lieber sparsam beginnen
- Herbe und Bitterkeit: Tonic Water, alkoholfreier Bitter-Aperitif, kalter Tee oder Espresso
- Aroma: Kräuter wie Minze, Rosmarin oder Thymian, Zitruszesten, Gurke
Viel Eis, vorgekühlte Gläser und frisch gepresste Zitrusfrüchte machen den Unterschied. Kräuter schlägst du kurz zwischen den Handflächen an, damit sie ihren Duft freigeben. Passende Gläser und Bar-Werkzeug findest du unter Gläser & Bar-Zubehör.
Rezepte für den Dry January
- Klassiker ohne Alkohol: Virgin Mojito und cremige Piña Colada alkoholfrei
- Gin-Klassiker neu gedacht: Gimlet alkoholfrei und Azul Fizz alkoholfrei
- Spritz-Varianten: der San-Limello-Spritz mit Apfel und Quitte und der herbe Hibiskus Rosmarin
- Für Kaffeefans: Espresso Tonic mit Zitrone
- Für die Karaffe: Apfelessig-Limonade mit Minze
Alkoholfrei zum Essen

Gerade beim Essen fehlt vielen das Glas Wein. Ein paar Ideen für die Begleitung:
- Zum Aperitif: ein herber Bitter-Aperitif mit Tonic stimmt auf den Abend ein.
- Zur Vorspeise: ein trockener, prickelnder Secco passt zu Salaten, Käse und Antipasti.
- Zu Fisch und Gemüse: ein alkoholfreier Weißwein mit frischer Säure.
- Zu deftigen Gerichten: Cider oder eine Apfelsaftschorle mit kräftiger Säure.
- Zum Dessert: ein Espresso Tonic oder ein Tee mit Honig.
Tipps für die vier Wochen
- Vorrat anlegen: alkoholfreie Alternativen schon vor dem Januar besorgen
- Termine planen: lieber Aktivitäten verabreden statt klassischer Bar-Besuche
- Freunde einweihen: Zu zweit oder in der Gruppe macht es mehr Spaß.
- Nach den vier Wochen: Was nimmst du mit? Vielleicht öfter mal eine Pause einlegen.
Hinweis: In diesem Beitrag geht es um Ideen und Genuss ohne Alkohol. Aussagen zu gesundheitlichen Wirkungen von Lebensmitteln dürfen wir als Shop nach der EU-Health-Claims-Verordnung nicht treffen.