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Ratgeber

Kardamom (grün)

Kardamom (grün)

Seine Heimat hat der grüne Kardamom insbesondere in Südindien und Sri Lanka,  seinen Ursprung in den Westghats, einem Gebirge im Westen Indiens. Die Inder benutzen ihn seit mehr als 2000 Jahren schon als Gewürz und Heilpflanze und nennen ihn die “Königin der Gewürze”. Im alten Ägypten reinigte man sich mit den Früchten die Zähne; die Römer und die Alten Griechen verwendeten den Kardamom bereits zur Unterstützung der Verdauung aber auch als Duft. In Britisch-Indien wurde der Kardamom auf Kaffeeplantagen angebaut. Nach Europa, genauer gesagt Skandinavien, brachten die Wikinger das Gewürz. 

Schnelle Fakten

Wissenschaftlicher NameElettariacardamomum
FamilieIngwerfamilie
Weitere NamenBlattkardamon
UrsprungSri Lanka, Südindien
Verwendete TeileGanze Kapseln/Früchte mit Samen

Anbau und Verarbeitung von Kardamom

Anbauregion von Kardamom

Das wohl wichtigste Anbaugebiet weltweit ist Indien, von dort wird jedoch wenig ausgeführt, da der Eigenverbrauch im Land sehr hoch ist. Das führende Land im Export ist Guatemala. Weitere Anbauländer sind Indien (Westghats in Südindien), Sri lanka, Indonesien, Tansania, Madagaskar, Papua-Neuguinea und Vietnam sowie Kambodscha, Nepal, die Bengalen, Java, Kolumbien, Laos, El Salvador und Costa Rica.

Wann wird Kardamom geerntet?

Geerntet werden die Samenkapseln schon kurz bevor sie reif sind, damit sie sich nicht öffnen und so den Samen verlieren. Nach der Ernte werden die Kapseln gewaschen und trocknen in der Sonne oder in Reiferäumen. In einem Jahr kann fünf bis sechs Mal geerntet werden. 

Die Kardamom-Pflanze

Die Kardamompflanze ist eine ausdauernde krautige Staude, die bis zu 3 m hoch und sogar noch höher werden kann. Die Samenkapseln werden aus den Blüten gebildet. Die sehr ansehnlichen grünen Blüten haben weiße Blätter mit violetten Streifen. Die Kapseln haben gewöhnlich eine gelblich-grüne Farbe, die Samen sind schwarz und etwas klebrig.

Was ist der Unterschied zwischen grünem Kardamom und schwarzen Kardamom?

Wir kennen gewöhnlich den Grünen Kardamom, der seltene Schwarze Kardamom ist besser bekannt in Indien und hier nur schwer zu bekommen. Sie werden in unterschiedlichen Gebieten angebaut. Außerdem unterscheiden sich  die beiden Sorten in Größe (der Schwarze Kardamom ist größer), Geschmack und der Herstellung  (grüner Kardamom ist süßlich-scharf, der schwarze herb, erdig und durch die Röstung rauchig) und werden deshalb auch unterschiedlich verwendet. Dann wäre noch der Weiße Kardamom (gebleicht) zu erwähnen – dieser ist weniger aromatisch als der grüne.

Verwendung von Kardamom als Gewürz

Zum Würzen werden die Samenkörner aus den Früchten gelöst und ganz oder gemahlen verwendet. Sie sollten schwarz und leicht klebrig sein. Für Backwaren, Desserts, Kompott etc. eignet sich der Grüne Kardamom in gemahlener Form. 

Die Kardamomhülsen schützen das Aroma; es ist deshalb von Vorteil, die Kardamomkapseln frisch zu verwenden, also die Hülsen vor dem Verbrauch zu öffnen und anschließend den Samen ganz zu verwenden oder in einem Mörser zu verkleinern. Zerstoßene, ganze Kapseln sind geeignet für eine lange Garzeit, sie sollten aber immer zerstoßen verwendet werden. Möchte man ein ausgeprägtes, frisches Aroma oder verarbeitet man den Kardamom in einem schnelleren Gericht, ist es vorteilhaft, die Samen auszulösen und zu mahlen. Um das Aroma noch zu verstärken, kann der Kardamom vor dem Mörsern angeröstet werden, durch das Rösten erhalten die Kapseln und Samen rauchige, nussige Röstaromen. Eine Fettzugabe beim Garen macht für die Aromaverbindungen ebenfalls Sinn. Benutzt man das fertige Kardamompulver, hat man zwar einen etwas weniger intensiven Geschmack, jedoch trotzdem ein starkes Aroma.  

Als sogenanntes Gin Botanical findet man Kardamom in fast jedem klassischen Gin.

Wonach schmeckt Kardamom?

Grüner Kardamom hat ein intensives Aroma und eine beachtliche Bandbreite im Geschmack: blumig, süßlich-scharf, fruchtig-frisch, zitronig, harzig; die Geschmacksnoten erinnern an Minze, Eukalyptus, Menthol und Kampfer.

Was passt zu Kardamom?

Besonders bekannt ist der Grüne Kardamom bei uns für die Verwendung in Weihnachtsgebäck, Lebkuchen und Glühwein.  Aber Grüner Kardamom findet sich zum Beispiel auch in manchen Brotsorten und in süßen Teigwaren, in Desserts, Süßspeisen, Konfitüren und Kompott. Ebenso für pikante, deftige, besonders orientalische Gerichte, ist Kardamom gut zu verwenden wie auch für Gewürzmischungen, Suppen, Currys, Chutneys, Soßen, Marinaden und Gemüsegerichte in verschiedenen Varianten. Sogar in Wurstwaren wird Kardamom verarbeitet. Orientalische Tee- und Kaffeegetränke sowie Glühwein und Likör würzt man auch gerne mit Grünem Kardamom. Alles in Allem ist Grüner Kardamom also ein äußerst vielfältiges Gewürz.

Kardamom als Teil von Gewürzmischungen

Kardamom ist in einer Reihe von Gewürzmischungen/-pasten enthalten, wie zum Beispiel in den folgenden: Advieh/Iran, Äthiopische Berbere, Durban Curry Masala/Südafrika, Garam Masala/Indien, Hawaij/Jemen,  S’chug(Zhoug)-Paste/Jemen, Ras-el-Hanout/Nordafrika, Shandong-Gewürzbeutel/Nordchina, Türkisches Baharat, Vindaloo-Paste/Westindien, und nicht zu vergessen in “unserem” Lebkuchengewürz.

Zur unterstützenden Mischung können dem Grünen Kardamom folgende Gewürze beigefügt werden: der harzig-rauchige Schwarze Kardamom, Piment und Muskat mit der Süße und der Nuance von Eukalyptus, Galgant zur Verstärkung der Eukalyptusnote, Koriander mit dem kiefern- und zitrusartigen  Aroma, das zitronenfrisch-blumige Zitronengras, frischer Ingwer mit dem süßem Zitrusaroma, Lorbeer mit frisch-holzigem und leicht bitterem Aroma und Mohrenpfeffer für die Pfeffer-Noten. 

Ebenso werden Anis, Sternanis, Vanille, Zimt, Kümmel, Kreuzkümmel, Dill, Minze, Fenchel, Majoran, Salbei, Wacholder und Nelken zusammen mit Grünem Kardamom verwendet.     

In welchem Land wird Kardamom oft verwendet?

Grüner Kardamom ist ein gängiges, weit verbreitetes Gewürz besonders in Asien, der arabischen Küche und in Teilen Afrikas. In Indien ist er fester Bestandteil bei der Zubereitung von Speisen und auch als Gewürz in einigen Getränken. Aber auch in Europa und den Vereinigten Staaten wird der Grüne Kardamom gerne verwendet. 

Wie kann man Kardamom ersetzen?

Grüner Kardamom ist als Gewürz im Geschmack nicht wirklich zu ersetzen. Mit Zimt oder Piment (sparsam zu verwenden) läßt sich zusammen mit Ingwer oder Nelken aber eine Gewürzmischung herstellen, die dem Kardamomgeschmack nahekommt.

Wie sollte Kardamom aufbewahrt werden

Um das Aroma des Grünen Kardamom zu erhalten und das Gewürz vor dem Verderben zu schützen, ist eine sachgemäße Lagerung nötig. Gewürze sollten grundsätzlich trocken, kühl und lichtgeschützt gelagert werden, möglichst bei gleichbleibender Temperatur. Zu dicht am Herd oder Backofen könnte zu feucht-warm sein und auch im Kühlschrank ist es zu feucht, beides kann Schimmelbildung und das Verderben fördern. Bereits geöffnete Gewürze verderben schneller und auch gemahlen haben sie eine kürzere Haltbarkeit. Um das Aroma zu erhalten, empfiehlt sich zur Aufbewahrung eine Gewürz/Aroma- Dose, in die möglichst direkt nach dem Einkauf das Gewürz hineingegeben und die Dose mit Namen und Haltbarkeitsdatum versehen wird. Wie auch bei anderen Gewürzen, ist zu beachten, dass es nicht ratsam ist, direkt aus der Dose zu würzen. Wegen der aufsteigenden Feuchtigkeit kann das Gewürz verklumpen und evtl. kann es zu Schimmel in der Dose kommen. Es ist ratsam, einen Teelöffel zum Würzen zu benutzen und den Gewürzbehälter nicht direkt über den aufsteigenden Dampf zu halten. 

Wie gesund ist eigentlich Kardamom?

Der Grüne Kardamom ist eine traditionelle Heilpflanze. Man setzt ihn in der Naturheilkunde bei Verdauungsbeschwerden und Blähungen ein, auch in Form von Hustenbonbons wird er benutzt. Wir haben hier nur einige Beispiele aufgeführt; Kardamom findet aber noch in weiteren Gebieten als Heilpflanze Verwendung.

Wofür wird Kardamom noch verwendet?

Kardamom wird auch als Heilpflanze verwendet und wir finden ihn in der Kosmetikindustrie, zum Beispiel in Pflegeprodukten.

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