Gewürze sollten trocken, dunkel, kühl und luftdicht gelagert werden. Nur so bleiben sie lange haltbar und behalten ihre Aromen. Wir zeigen dir, welcher Platz in der Küche ideal ist, welche Behälter sich eignen und welche Fehler du beim Aufbewahren vermeiden solltest.
| Gewürze aufbewahren auf einen Blick | |
|---|---|
| Lagerort | geschlossener Küchenschrank oder Schublade, nicht direkt am Herd |
| Behälter | luftdicht und lichtgeschützt: Dosen aus Metall oder Keramik, dunkle Gläser |
| Feinde des Aromas | Licht, Wärme, Feuchtigkeit, Luft und fremde Gerüche |
| Ganze Gewürze | bis zu zwei Jahre und oft länger aromatisch |
| Gemahlene Gewürze | nach 6–12 Monaten spürbar schwächer |
Gewürze nicht zusammen lagern
Um die einzigartigen Aromen der einzelnen Gewürze zu schützen, solltest du sie immer getrennt voneinander aufbewahren. Liegen sie zusammen in einem Behälter, nehmen sie sehr schnell die Aromen der anderen an – plötzlich schmeckt der Kreuzkümmel nach Zimt oder der Kardamom nach Nelke.
Der richtige Lagerort
Der beste Platz für Gewürze ist die Küche, möglichst in Griffweite des Herdes. Allerdings sollten sie weder Hitze noch Dunst und Kochgerüchen ausgesetzt sein. Sonst ziehen sie Feuchtigkeit, verklumpen oder fangen an zu schimmeln, und die Gerüche der Speisen verändern ihr Aroma.
Direkt neben oder über dem Herd solltest du deine Gewürze also nicht aufbewahren. Ideal ist ein verschlossener Küchenschrank oder eine Gewürzschublade neben oder unter dem Herd. Dort sind sie vor Licht, Feuchtigkeit und Hitze geschützt und trotzdem schnell zur Hand.
Übrigens: Auch der Kühlschrank ist kein guter Ort. Die Luftfeuchtigkeit ist dort zu hoch, was zu Verklumpung und Aromaverlust führt.
Wenn kleine Kinder im Haushalt leben, stell die Gewürze außer Reichweite. Kinder können Schärfe und Intensität von Chili oder Pfeffer noch nicht einschätzen.
Welche Behälter eignen sich am besten?
Luftdichte, gut verschließbare Gewürzdosen aus Aluminium, Edelstahl oder Keramik schützen die Aromen ideal vor Licht und Feuchtigkeit. Gläser gehen auch, sollten aber gut schließen und idealerweise aus dunklem Glas sein. Helle Gläser gehören in einen Schrank oder eine Schublade – sonst bleichen etwa Paprikapulver und getrocknete Kräuter schnell aus. Kunststoff ist weniger empfehlenswert, weil er den Geruch der Gewürze annimmt.
Manche Gewürze kommen schon in der passenden Dose, etwa der schwarze Pfeffer in der Keramikdose von Pfeffersack & Söhne.
Tipp: Beschrifte deine Gewürzdosen mit Name und Kaufdatum. So behältst du den Überblick.
Nachfüllbeutel sofort umfüllen
Geöffnete Nachfüllbeutel solltest du sofort in einen passenden Behälter umfüllen. Ein umgeknickter Beutel schließt nicht mehr luftdicht, die Gewürze ziehen Feuchtigkeit und verlieren ihre Aromen. Das gilt auch für Refill-Packungen wie das Glühweingewürz Rot als Refill.
Und beim Kochen: Halte die offene Gewürzdose nicht über den dampfenden Topf, sonst zieht Feuchtigkeit hinein. Nimm lieber einen trockenen Teelöffel.

Wie lange kann ich Gewürze aufbewahren?
Bei richtiger Lagerung halten sich Gewürze zwischen wenigen Monaten und mehreren Jahren – je nach Art. Ganze Gewürze wie Pfefferkörner, Sternanis oder Zimtstangen halten sich deutlich länger als gemahlene Gewürze oder Mischungen, denn ihre äußere Hülle schützt die ätherischen Öle. Sie bleiben bis zu zwei Jahre und oft länger aromatisch. Gemahlene Gewürze verlieren ihr Aroma schneller: Nach sechs bis zwölf Monaten lässt der Geschmack spürbar nach. Mehr dazu liest du im Ratgeber Haltbarkeit von Gewürzen.
Frischetest: Reib etwas Gewürz zwischen den Fingern. Duftet es kaum noch oder ist die Farbe stark verblasst, ist es Zeit für Nachschub.
Lagerung von Zucker und Salz
Zucker und Salz gehören streng genommen nicht zu den Gewürzen. Sie verlieren kein Aroma und müssen nicht dunkel stehen. Wie Gewürze nehmen sie aber Feuchtigkeit auf – bewahre sie deshalb trocken und luftdicht auf, sonst verklumpt besonders Zucker schnell. Aromatisierte Salze mit Kräutern oder Zitrusschalen behandelst du dagegen wie Gewürze. Eine große Auswahl findest du in unserer Kategorie Salz & Gewürze.

Weniger aufbewahren und nach Verbrauch kaufen
Kauf deine Gewürze nach deinem tatsächlichen Verbrauch: lieber weniger gemahlene Gewürze und dafür mehr ganze wie Pfefferkörner oder Muskatnüsse. Sie halten sich länger und schmecken frisch gemahlen oder gerieben wesentlich aromatischer. Welche Sorten sich für die Mühle lohnen, verrät unser Ratgeber Pfeffersorten. Herkunft und Verwendung vieler weiterer Gewürze, von Kurkuma bis Koriander, findest du im Gewürz-Ratgeber.